Interkulturelle Beratung - Ludwig-Maximilians-Universität München
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Interkulturelle Beratungsstelle für internationale Studierende

Die Interkulturelle Beratungsstelle gibt es seit 2008. Durch sie bringt die LMU die Wertschätzung ihrer internationalen Studierenden zum Ausdruck: Immerhin stellen sie etwa 15 Prozent der gesamten Studentenschaft der LMU, im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt ein recht hoher Anteil. Die LMU strebt nach größerer internationaler Attraktivität, weswegen der Einrichtung einer speziell auf die Bedürfnisse der Internationalen ausgerichteten Ansprechstelle große Bedeutung zukommt. Solche Beratungsstellen sind an deutschen Universitäten immer noch eine Seltenheit - trotz der wachsenden studentischen Mobilität und des Wunsches der Universitäten nach Internationalisierung. Die Professionalität der Beratungsstelle wird gewährleistet durch ihre Einbettung in das Institut für Interkulturelle Kommunikation - ein Privileg der LMU, auf hauseigene Ressourcen zurückgreifen zu können.

In der Beratungsstelle finden die Studierenden Unterstützung bei allen kultur-bezogenen Themen aus dem Studium, die ihnen Schwierigkeiten bereiten und ihren Studienerfolg und ihr Wohlsein negativ beeinflussen. Erfahrungsgemäß entstehen die meisten Schwierigkeiten für die Internationalen in den folgenden Bereichen:

  • Umgang mit deutschen Studierenden,
  • Umgang mit Dozenten,
  • Verwaltung,
  • Sprechstunden,
  • Beteiligung am Unterricht,
  • Anfertigung von Hausarbeiten,
  • Anfertigung und Vorstellung von Präsentationen,
  • Leistungs- und Benotungskriterien sowie
  • Freundschaften und soziale Beziehungen mit Deutschen.

Die Notwendigkeit für eine gesonderte kulturbezogene Fürsorge für die internationalen Studierenden ergibt sich aus Berichten des Deutschen Studentenwerks, aus Presseberichten und aus universitätsinternen Beobachtungen: Danach haben es internationale Studierende in Deutschland oft schwer, sich im Studium zu orientieren und Kontakt zu finden. Unbekannt und ungewohnt sind vielen z.B. die Anforderungen an selbständiges Arbeiten, die Art des Umgangs mit Dozenten, die individuelle Zusammenstellung des Studienprogramms oder die Kriterien der Leistungsbewertung. Die meisten internationalen Studierenden haben zudem eine schwache soziale Anbindung an ihre deutsche Umgebung. Faktoren dieser Art hält man für verantwortlich für die schlechteren Studienerfolge der Internationalen, für ihre höhere Quote beim Studienabbruch, aber auch für ihr gemindertes Wohlbefinden. Da viele der gefühlten Probleme kulturelle Ursachen haben, kann die professionelle interkulturelle Beratung Abhilfe schaffen.

Neben der direkten face-to-face Beratung werden drei weitere Formate der Unterstützung angeboten: interkulturelle Workshops, interkulturelle Gesprächsreihen und internationale Stammtische. Diese Formate sprechen verschiedene Aspekte des Kulturwechsels an, nämlich kommunikative, inhaltliche und emotionale. Das Ziel ist eine ganzheitliche Herangehensweise, die die Bewältigung des Studienalltags in der neuen kulturellen Umgebung erleichtert und das Wohlbefinden stärkt.