Interkulturelle Beratung - Ludwig-Maximilians-Universität München
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Nachberichterstattung 1. IK-Gespräch im Wintersemester 2016/17

Gebrauchsanweisung fürs Studium in Deutschland - Wie kann ich Hausaufgaben, Prüfungen und meinen Alltag bewältigen?

21.11.2016

Zusammenfassung der Diskussion am 25.10.2016 im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe "Interkulturelle Gespräche"

Endlich ist es wieder soweit: Das Wintersemester hat gerade begonnen und die Interkulturellen Gespräche starten in die nächste Runde. Wie auch in den Semestern zuvor, ging es in unserem ersten Gespräch um das Thema: „Gebrauchsanweisung zum Studium“. Sowohl internationale als auch deutsche Studierende der LMU kamen zusammen und tauschten sich in gemütlicher Atmosphäre über ihre persönlichen Erfahrungen und Vorstellungen zu diesem Thema aus.
In einem kleinen TeilnehmerInnenkreis von 12 Studenten und Studentinnen aus Deutschland, China, Taiwan, Kolumbien, Senegal und Brasilien konnten wir den Abend mit einer ausführlichen Vorstellungs- und Kennenlernrunde beginnen, in der jeder etwas zu sich selbst, seiner Herkunft, seinem Studium und seinen Assoziationen zu einem selbst gewählten Bild aus der Mitte des Kreises erzählen konnte.
Als nächsten Schritt stellte ich die Interkulturelle Beratungsstelle mit ihren Aufgaben, Öffnungszeiten und Arbeitsschwerpunkten vor und erklärte, dass die Interkulturelle Beratungsstelle seit einiger Zeit auch die offizielle Beschwerdestelle der LMU darstellt, dass der Fokus in den Gesprächen auf dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch liegen soll und der Internationale Stammtisch eine gute Ergänzung für das Knüpfen weiterer sozialer Kontakte darstellt.
Wir fanden uns dann in 4 Arbeitsgruppen zusammen und begannen uns mit diversen Fragen bzgl. Kommunikation in Lehrveranstaltungen, Kommunikation mit Dozenten, Kommunikation mit anderen Studierenden und Kommunikation in Arbeitsgruppen zu beschäftigen. Die Teilnehmenden hatten sich so viel zu sagen, dass wir die regen Gruppendiskussionen irgendwann einstellen mussten, damit wir noch Zeit hatten, um uns gegenseitig unsere Gedanken und Ergebnisse zumindest kurz zu präsentieren. Gemeinsam stellten wir heraus, dass es bei Gruppenarbeit einige ungeahnte Unterschiede zwischen deutschen Universitäten und Unis in anderen Ländern geben kann, weil beispielsweise einheitliche oder individuelle Benotungssysteme existieren, was die Vorbereitung natürlich beeinflusst. Arbeitet man als Team oder trennt man die Arbeitsbereiche und alle sind für sich selbst verantwortlich?
Ein wichtiges Themengebiet schien allgemein die Sprache, bzw. das Gefühl der mangelnden Sprachkenntnisse zu sein. Unser Gespräch wechselte daher auch zwischen Englisch und Deutsch hin und her, um auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen. Da Sprachkenntnisse für alle Kommunikationssituationen relevant sind, beschäftigten wir uns ausführlich mit der Frage, wie man mit mangelnden Kenntnissen am besten umgehen sollte. Soll ich zu Hause bleiben und lernen, bis ich gut Deutsch verstehen und sprechen kann, um bis dahin niemandem zur Last zu fallen oder soll ich versuche mit Deutschen in Kontakt zu treten, auch wenn ich riskieren ihnen dabei auf die Nerven zu gehen, wenn ich oft etwas nicht beim ersten Mal verstehe? Gemeinsam erarbeiteten wir, dass es in Deutschland ok ist nachzufragen, in der Vorlesung bei den Dozenten oder in der Mensa mit KommilitonInnen. Auch wenn Deutsche rasch wieder sehr schnell reden, ist es in Ordnung sie wieder darauf hinzuweisen. Nur dadurch sie lernen bewusst und dauerhaft langsam zu sprechen und ihren internationalen KommilitonInnen somit die Chance geben sich besser zu integrieren.
Zum Thema Kommunikation mit anderen Studierenden fanden wir heraus, dass alle Teilnehmenden bislang sehr positive Erfahrungen mit ihren KommilitonInnen gemacht haben und dass es ihnen im Allgemeinen nicht schwer fiel Kontakte zu knüpfen, was auch bei unserer Veranstaltung deutlich wurde, weil die Studierenden in kleinen Grüppchen gemeinsam nach Hause gingen.
Zum Ende hin habe ich noch ein paar nützliche Links und Adressen an die Studierenden verteilt, um besser in der Universität, in der Bibliothek, in der Stadt und im Alltag anzukommen und sich zurechtzufinden. Wir waren uns dabei auch einig, dass Freizeit eine wesentliche Rolle beim Aufbau eines sozialen Netzwerkes spielt und gerade Sport eine gute Beschäftigung ist, um auch deutsche Freunde zu finden. Hierzu gibt es ein breites Angebot der ZHS oder auch im Hallensportprogramm der Stadt München. Außerdem habe ich eine Facebook-Gruppe erstellt, damit sich die Teilnehmenden besser untereinander vernetzen können. Ihr seid ebenfalls herzlich eingeladen, der Gruppe „Interkultureller Chat“ beizutreten und Fragen oder Ideen für Freizeitgestaltung dort zu veröffentlichen!
Wie immer war die Zeit sehr knapp, der Austausch fruchtbar und die Erkenntnis wichtig, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Mehr Zeit für Austausch bot sich am darauffolgenden Donnerstag, den 27.10.16 beim Stammtisch International in der KHG. Wir hatten Glück und durften uns kostenlos beim Essen bedienen und wurden später sogar noch von einigen Tänzern überrascht, die ihre Salsa-Stunde zum Bar-Abend verlegt hatten und uns immer wieder aufforderten uns zum Affen zu machen. Es war ein sehr schöner Abend mit euch und ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal!


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