Interkulturelle Beratung - Ludwig-Maximilians-Universität München
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Was ist "Kulturschock"?

Unter Kulturschock versteht man die Einflüsse, die das erste Erleben einer fremden Kultur auf die psychische und physische Verfassung haben. Die Trennung vom Gewohnten kann Unsicherheit, allgemeines Unwohlsein oder Orientierungsverlust zur Folge haben. Der Kulturschock verläuft wie ein Prozess, in dem das Individuum sich emotional und physisch an die neue Umgebung gewöhnt und nach einiger Zeit zur Zufriedenheit zurückkehrt. Hielt man früher den Kulturschock für einen fast krankhaften Zustand (daher die Bezeichnung "Schock"), so schätzt man ihn heute weit positiver ein und sieht ihn als einen notwendigen Schritt auf dem Weg zur interkulturellen Kompetenz.

Der Wechsel von Studenten in eine anderskulturelle Lebens- und Bildungsumwelt kann je nach persönlichem Profil, Sprachbeherrschung, Wohnbedingungen usw. unterschiedlich intensive Kulturschocks auslösen. Große Bedeutung hat auch die jeweilige politische und wirtschaftliche Position des Landes in der internationalen Gemeinschaft, die zu (meist nicht bewussten) Gefühlen der Überlegenheit bzw. Unterlegenheit führen kann. Ein Beispiel ist die sehr unterschiedliche Einschätzung amerikanischer und osteuropäischer Studenten an deutschen Universitäten.